Abschied nehmen

Vor langer Zeit lebte in Indien in einem kleinen Dorf eine junge Frau namens Kisa. Sie verliebte sich, heiratete und war sehr glücklich mit ihrem Mann. Bald bekamen sie einen Sohn, den sie beide sehr liebten. Als der Junge zweieinhalb Jahre alt war, erkrankte er jedoch plötzlich und starb. Kisas Welt brach zusammen. Von ihrer Trauer überwältigt, wollte sie nicht glauben, dass ihr Junge wirklich tot sein sollte. Sie nahm den kleinen Leichnam in ihre Arme und ging mit ihm durch das ganze Dorf, fragte überall verzweifelt nach einer Medizin, die den Jungen heilen könnte. Schließlich führte ihr Weg zu Buddha, und sie bat ihn um seine Hilfe. Buddha schaute Kisa mit vollem Mitgefühl an und sagte: „Ich werde dir helfen, aber zuvor benötige ich eine Handvoll Senfkörner.“

Als Kisa hoffnungsvoll sofort zusicherte, sie sei bereit alles zu tun, um die benötigte Menge Körner zu besorgen, entgegnete Buddha, „Aber die Körner müssen aus einer Familie stammen, in der niemand sein Kind, seinen Partner oder seine Eltern verloren hat. Alle Körner müssen aus einem Haus sein, wo der Tod noch nie zu Besuch war.“

Kisa ging von Haus zu Haus und fragte nach Senfkörnern. Doch in jedem Haus erhielt sie die gleiche Antwort. „Natürlich können wir dir Senfkörner geben, aber es gibt bei uns weniger Lebende als schon Verstorbene.“ Jeder hatte entweder die Mutter oder den Vater, seine Frau oder den Mann, den Sohn oder die Tochter verloren. Sie besuchte viele Familien und hörte immer wieder von verschiedenen Verlusten. Nachdem sie jedes Haus im Dorf besucht hatte, öffneten sich ihre Augen und sie verstand, dass niemand in seinem Leben von Verlust und Trauer verschont bleibt, und dass sie nicht alleine war. Ihre Trauer verwandelte sich in Mitgefühl für alle anderen trauernden Menschen. Jetzt war sie in der Lage, sich von ihrem Sohn zu verabschieden und ihn zu beerdigen.

Gefunden bei: engelbrecht-media.de

Welt aus der Vogelperspektive

Wenn man sich die Welt aus der Vogelperspektive ansieht, hat man das seltsame Gefühl, dass wir schon alles haben – uns fehlt nur eine Menschheit.  
Als zum Beispiel in Äthiopien die Menschen starben – eintausend Menschen pro Tag – schüttete man in Europa Nahrungsmittel im Wert von Milliarden von Dollar ins Meer.  
Jeder, der sich das von außen ansieht, muss denken, die Menschheit ist verrückt.
Tausende von Menschen sterben, und ganze Berge von Butter und anderen Nahrungsmitteln werden ins Meer geschüttet.
Aber die Sorge der westlichen Welt ist nicht Äthiopien; ihre Sorge ist, wie sie ihre Wirtschaft und ihren Status Quo retten kann.
Und um ihre Wirtschaftsstrukturen zu schützen, ist sie bereit, Nahrungsmittel zu vernichten, die Tausenden von Menschen das Leben hätten retten können.
Die Probleme sind weltweit – die Lösungen müssen ebenfalls weltweit sein.  
Und was ich sehe, ist absolut klar – dass es irgendwo Dinge gibt, wo sie nicht gebraucht werden, und woanders das nackte Leben von ihnen abhängt.
Eine Weltregierung heißt, dass man sich die gesamte Situation dieses Erdballs ansieht und die Dinge dorthin bringt, wo sie gebraucht werden.  
Wir sind eine Menschheit.
Und sobald wir als eine Welt denken, gibt es nur noch eine Wirtschaft.  
Als Amerika das letzte Mal seine Nahrungsmittel versenkte, kostete das bloße Versenken Millionen von Dollar.
Das ist nicht der Wert der Produkte, sondern nur die Kosten für den Transport zum Meer und für das Versenken.
Und Amerika hat selber dreißig Millionen Menschen, die es sich nicht leisten können, genug zu essen.
Es handelt sich also nicht einmal darum, es anderen zu geben, sondern es dem eigenen Volk zu geben.  
Aber das Problem wird dadurch kompliziert, dass wenn man dreißig Millionen Menschen umsonst verpflegt, andere dann anfangen werden zu fragen:
„Warum sollten wir für unser Essen bezahlen?“
Dann fallen die Preise für alles. Wenn die Preise fallen, werden die Bauern nichts mehr produzieren wollen.
Wozu auch?
Und so lässt man, aus Angst davor, die Wirtschaft durcheinander zu bringen, dreißig Millionen Menschen auf den Straßen verhungern und schüttet die Überschussproduktion immer weiter ins Meer.  
Damit nicht genug – dreißig Millionen Menschen leiden in Amerika an Überernährung.
Dreißig Millionen Menschen sterben an Krankheiten, die durch Überernährung verursacht werden, dreißig Millionen Menschen sterben, weil sie nichts zu essen haben – sechzig Millionen Menschen können mit etwas Einsicht sofort gerettet werden.
Aber wir brauchen eine Vogelperspektive, um die ganze Welt als eine Einheit zu betrachten.  
Unsere Probleme haben uns in eine Situation gebracht, wo wir den Menschen transformieren müssen – seine alten Traditionen, seine Konditionierungen – weil genau diese Konditionierungen und diese Erziehungssysteme und Religionen, denen der Mensch bis heute gefolgt ist, zu dieser Krise beigetragen haben.  
Dieser globale Selbstmord ist das Resultat all unserer Kulturen, all unserer Philosophien, all unserer Religionen.
Sie haben alle auf verschlungenen Wegen dazu beigetragen… weil niemand je das Ganze im Auge hatte.  Jeder hat immer nur ein kleines Stück im Auge gehabt und nicht an das Ganze gedacht.
Und das Allergefährlichste ist, dass alle Nationen unseren Selbstmord im Namen von Krieg und Sieg vorbereiten – lauter kindisches, dummes Zeug.  
Das wird z.B. an der Art deutlich, wie die Nationen einen Fetzen Stoff als ihre Fahne verehren, und es um Ruhm und Freiheit geschehen ist, wenn sie ihnen weggenommen wird – wehe, man beleidigt die Fahne der Nation!
So sieht es mit der Verblödung der Menschen aus.  
Es ist eine einfache Tatsache, dass die Welt ungeteilt ist.  
Wozu sind so viele Nationen nötig, außer das sich sehr viele Leute damit ihre Ego-Trips erfüllen?
Aus keinem anderen Grund sind sie nötig.
Warum sollte sich Deutschland vor Immigranten fürchten und den Deutschen Anreize geben, mehr Kinder zu produzieren, wo doch die Erde an Überbevölkerung stirbt.  
Wenn es eine Weltregierung gäbe, könnte die Bevölkerung von einem Ort an den anderen gebracht werden.
Wann immer die Bevölkerung zu schrumpfen anfängt, könnte sie aus den wachsenden Bevölkerungen anderer Nationen ergänzt werden.
Wenn es nur noch eine Weltregierung gibt, ohne Teilung in Nationen, und außerdem Bewegungsfreiheit, ohne Pässe und Visa und dergleichen idiotischer Auflagen, dann lassen sich die Probleme ohne weiteres lösen.

-Osho- https://www.osho.com/de/read/osho/nations-are-out-of-date

Bewusstsein

Eben jetzt sind Sie BEWUSSTSEIN, das als eine Figur
in Ihrem Theaterstück erscheint.
Vielleicht glauben Sie noch einer Bestätigung dafür zu bedürfen.
Vergessen Sie es.
Entspannen Sie sich. Sie sind bereits DAS.

Mit liebevollen Grüßen von Ihnen selbst an Sie selbst.

Dalai Lama: Ethik ist wichtiger als Religion

Interview von Franz Alt mit dem Dalai Lama

Das gab es noch nie: Einer der wichtigsten und populärsten Religionsführer der Welt sagt als Reaktion auf die Terrorakte in Paris Anfang Januar: „An manchen Tagen denke ich, es wäre besser, es gäbe keine Religionen.“

Das charismatische Oberhaupt des tibetischen Buddhismus ist zunehmend skeptisch gegenüber Religionen, weil sie auch Gewalt, Fanatismus und Intoleranz hervorbringen.
In einer Aufsehen erregenden Rede sagte er an diesem Sonntag in Basel vor über 7.000 Besuchern: „Wir brauchen eine säkulare Ethik jenseits aller Religionen“. Ich hatte Gelegenheit, den Dalai Lama nach dieser Aussage zu fragen. Er formuliert dabei einen „Basler Friedensappell“ in einer Zeit, in der mitten in Europa nach Jahren des Friedens wieder ein furchtbarer Krieg herrscht.

„Voraussetzung für Frieden ist mehr Mitgefühl und eine ganz neue Ethik, eine Ethik ohne Religion“, sagt er. Das Wissen und die Praxis von Religion seien zwar hilfreich, aber es gehe auch ohne Religion und auch ohne Buddhismus, gibt er sich überzeugt. Wir bräuchten eine „säkulare Ethik“, die auch für die etwa eine Milliarden Atheisten hilfreich und brauchbar sei. „Be a kind person“ („Seien Sie einfach ein netter Mensch“) sei auch möglich, wenn man nicht glaube, sagt der Dalai Lama und lacht sein weltbekanntes gurgelndes Lachen, das so etwas wie sein Markenzeichen ist und immer ansteckend wirkt – auch in das Basler St. Jakobshalle. Er habe gute Beispiele religionsfreier Ethik im Unterricht in der ganzen Welt erlebt. Nach den Grundlagen einer säkularen Ethik gefragt, antwortet er: „Bildung, Respekt, Toleranz und Gewaltlosigkeit, mehr innere Werte.“

Leider gebe es unter den sechs Milliarden „Gläubigen“ auf der Welt „viele Korrupte“, die nur ihre eigenen Interessen verfolgten. Im 20. Jahrhundert seien die materiellen Interessen zu stark gelehrt und gefördert worden. „Innere Werte müssen das 21. Jahrhundert prägen“, sagt er und lacht schon wieder. „Dann wird unser Jahrhundert ein Jahrhundert des Friedens und des Dialogs. Allerdings wird es äußeren Frieden erst geben, wenn es mehr inneren Frieden gibt. Das gilt für alle aktuellen Konflikte: In der Ukraine, im Nahen Osten, in Afghanistan, in Nigeria. Fast überall ist auch religiöser Fundamentalismus einer der Kriegsgründe“.

Für eine weltweite säkulare Ethik bedürfe es freilich noch weltweiter Forschung. Darüber sei er sich mit vielen Wissenschaftlern einig, vor allem mit Hirnforschern und Pädagogen. Die moderne neurobiologische Forschung lege nahe, dass sich altruistisches und weniger egoistisches Verhalten für alle lohne. Im Gegensatz zu Tieren könnten sich Menschen altruistisch verhalten und auch das Fremde umfassen und sich am Wohlergehen anderer orientieren. Aber dafür bräuchte es noch Aufklärung. Je stärker Menschen daran glaubten, dass sich auch andere altruistisch verhalten, desto eher tun sie es selbst. „Altruismus macht uns einfach glücklicher“.

„Für dieses Forschungsinteresse bin ich vor 20 Jahren noch belächelt worden. Heute wird es zunehmend anerkannt. Wer Altruismus nicht anerkennt, kann nicht verstehen wie Politik und Märkte wirklich funktionieren.“ Im aktuellen Ukraine-Konflikt bedeute das: „Osteuropa braucht Westeuropa und Westeuropa braucht Osteuropa. Also: Redet miteinander. Begreift, dass wir heute im Zeitalter der Globalisierung in e i n e r Welt leben. Das neue Motto muss heißen: Euer Interesse ist unser Interesse. Fundamentalismus ist immer schädlich. Die Konzepte von gestern helfen uns nicht mehr weiter. Gerade für Kinder, also für die Erwachsenen von morgen, ist Ethik wichtiger als Religion. Auch der Klimawandel ist nur global zu lösen. Gewalt und Egoismus sind der grundsätzlich falsche Weg. Die wichtigste Frage für eine bessere Welt heißt: Wie können wir einander dienen? Dafür müssen wir unser Bewusstsein schärfen. Das gilt auch für Politiker“. Wir benötigten positive Geisteszustände. Er übe das täglich viele Stunden. Das sei wichtiger als ritualisierte Gebete. Kinder sollten Moral und Ethik lernen. Das sei hilfreicher als Religion.

Der 79-jährige sagt schließlich zum Abschied: „Kriege im Namen der Religion sind schwer zu ertragen.“ Der Friedensnobelpreisträger von 1989 versteht sich als ein moderner Friedensengel jenseits aller Religionen.

https://www.amazon.de/Appell-Dalai-Lama-die-Welt

Der alte Mann und das Pferd

Chinesische SchriftzeichenDeutsche Übersetzung
夫禍富之 (auch 夫禍福之) 轉而相生,Glück und Unglück erzeugen sich gegenseitig
其變難見也。und es ist schwierig ihren Wechsel vorauszusehen.
近塞上之人有善術者,Ein rechtschaffener Mann lebte nahe der Grenze.
馬無故亡而入胡。Ohne Grund entlief ihm (eines Tages) sein Pferd auf das Gebiet der Barbaren.
人皆吊之。(auch 人皆弔之。)Alle (Leute) bedauerten ihn.
其父曰:Sein Vater (aber) sprach (zu ihm):
„此何遽不為福乎?“„Wer weiß, ob das nicht Glück bringt?“
居數月,Mehrere Monate später
其馬將胡駿馬而歸。kam sein Pferd zurück mit einer Gruppe (guter, edler) Barbarenpferde.
人皆賀之。Alle (Leute) beglückwünschten ihn.
其父曰:Sein Vater (aber) sprach (zu ihm):
„此何遽不能為禍乎?“„Wer weiß, ob das nicht Unglück bringt?“
家富良馬,Ein reiches Haus hat gute Pferde
其子好騎,und der Sohn stieg mit Freuden auf (liebte das Reiten).
墮而折其髀。Dabei fiel er und brach sich ein Bein.
人皆吊之。Alle (Leute) bedauerten ihn.
其父曰:Sein Vater (aber) sprach (zu ihm):
„此何遽不為福乎?“„Wer weiß, ob das nicht Glück bringt?“
居一年,Ein Jahr später
胡人大入塞,fielen die Barbaren über die Grenze ein.
丁壯者引弦而戰,Die erwachsenen Männer bespannten ihre Bögen und zogen in den Kampf.
近塞之人,死者十九,Neun von zehn Grenzbewohnern wurden dabei getötet,
此獨以跛之故,mit Ausnahme des Sohnes wegen seines gebrochenen Beins.
父子相保。Vater und Sohn waren geschützt (überlebten beide).
故福之為禍,Daher: Unglück bewirkt Glück
禍之為福,und Glück bewirkt Unglück.
化不可極,Dieses passiert ohne Ende
深不可測也。und niemand kann es abschätzen.

Einladung zum Tanz

Mit dem ersten Lehm der Erde
formten sie den letzten Menschen.

Und säten dann den Samen auch der letzten Ernte.

Ja, am ersten Morgen dieser Schöpfung
wurde bereits geschrieben,
Wie die letzte Morgenröte des Gerichtes
sich lesen wird.
Omar Khayyam-

Talmudische Ethik (Judaizm)

Es gibt bereits einige Besonderheiten der Ethik der Zeit des Talmud.
Zentral ist dabei die Stelle aus Levitikus (3. Buch Mose) 19, 18, die in christlichen Kreisen oftmals so zitiert wird:
„Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“.
Näher beim hebräischen Urtext wäre jedoch die Übersetzung:
„Liebe deinen Nächsten, denn er ist wie du“.
Weite Teile des Talmud und auch vieles in der Tora sind Erläuterungen zur konkreten Umsetzung dieser Nächstenliebe.

Der bekannteste rabbinische Text im Zusammenhang mit Ethik ist der Traktat Avot aus der Mischna, der oftmals Pirkej Avot genannt wird, d. h. Sprüche der Väter.
Dies ist eine Zusammenstellung von Aussprüchen verschiedener jüdischer Gelehrten, aufgeteilt in sechs Kapitel.
Bekannt ist zum Beispiel der Ausspruch von Hillel im ersten Kapitel:
Wenn ich nicht für mich bin, wer ist für mich?
Und bin ich nur für mich, was bin ich?
Und wenn nicht jetzt, wann denn?
Der Beginn des vierten Kapitels lautet:
Der Sohn von Soma sagt: Wer ist ein Weiser? Wer von jedem Menschen lernt.
Wer ist ein Held? Wer seinen Trieb beherrscht (d. h. sich selbst beherrscht).
Wer ist reich? Wer sich an seinem Anteil freut.
Wer wird geehrt? Wer andere Menschen ehrt.

Prinzipien der Ethik im Islam

Die grundlegendsten Eigenschaften eines Muslim sind Frömmigkeit und Demut.  
Ein Muslim muss vor Gott und anderen Menschen demütig sein.  

“Und weise den Menschen nicht verächtlich deine Wange und schreite nicht ausgelassen (in Übermut) auf Erden; denn Gott liebt keine eingebildeten Prahler.  
Und schreite gemessenen Schrittes und dämpfe deine Stimme; denn wahrlich, die widerwärtigste der Stimmen ist die Stimme des Esels.” 
(Quran 31:18-19)

Muslime müssen ihre Wünsche und Begierden unter Kontrolle haben.

Ein Muslim sollte nicht eitel sein oder an den flüchtigen Vergnügungen dieser Welt hängen. Während die meisten Menschen der materiellen Welt erlauben, ihre Herzen zu füllen, sollten Muslime Gott in ihren Herzen bewahren und die materielle Welt in ihrer Hand.  
Anstatt am Auto und am Job, dem Diplom und dem Bankkonto zu hängen, sollten alle diese Dinge nur Mittel dazu sein, uns zu besseren Menschen zu machen.  

“An dem Tage, da weder Besitz noch Söhne (etwas) nützen, sondern nur der (gerettet werden wird), der mit reinem Herzen zu Gott kommt.”
(Quran: 26:88-89)

Vers 177 von Sura al-Baqarah:
“Es ist keine Frömmigkeit, wenn ihr eure Angesichter in Richtung Osten oder Westen wendet;
Frömmigkeit ist vielmehr, dass man an Gott glaubt, den Jüngsten Tag, die Engel, das Buch und die Propheten und vom Besitz – obwohl man ihn liebt – den Verwandten gibt, den Waisen, den Armen, dem Sohn des Weges, den Bettlern und für den Freikauf von Sklaven, dass man das Gebet verrichtet und die Zakah (Almosen) entrichtet.  
Es sind diejenigen, die ihr Versprechen einhalten, wenn sie es gegeben haben, und diejenigen, die in Elend, Not und in Kriegszeiten geduldig sind; sie sind es, die wahrhaftig und gottesfürchtig sind.”

“Mein Erhalter hat mir neun Befehle gegeben:
Gottes bewusst zu bleiben, sei es privat oder öffentlich;
die Wahrheit zu sprechen, egal ob im Ärger oder in Zufriedenheit;
Bescheidenheit zeigen, ob ich arm bin oder reich,
die Freundschaft wiederherzustellen mit denen, die sie mit mir gebrochen haben,
dem zu geben, der mich zurückweist,
dass meine Stille mit Gedanken beschäftigt sein sollen;
dass mein Blick eine Ermahnung sein soll
und dass ich befehlen soll, was Rechtens ist.”

Die Bergpredigt

Jesu Botschaft von der neuen Gerechtigkeit: 
(Mt 5,1-7,29)

5:1 Jesus die vielen Menschen sah, stieg er auf einen Berg.
Er setzte sich, und seine Jünger traten zu ihm.
5:2 Dann begann er zu reden und lehrte sie.
5:3 Er sagte: Selig, die arm sind vor Gott; denn ihnen gehört das Himmelreich.
5:4 Selig die Trauernden; denn sie werden getröstet werden.
5:5 Selig, die keine Gewalt anwenden; denn sie werden das Land erben. 5:6 Selig, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit; denn sie werden satt werden.
5:7 Selig die Barmherzigen; denn sie werden Erbarmen finden.
5:8 Selig, die ein reines Herz haben; denn sie werden Gott schauen.
5:9 Selig, die Frieden stiften; denn sie werden Söhne Gottes genannt werden.
5:10 Selig, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn ihnen gehört das Himmelreich.
5:11 Selig seid ihr, wenn ihr um meinetwillen beschimpft und verfolgt und auf alle mögliche Weise verleumdet werdet.
5:12 Freut euch und jubelt: Euer Lohn im Himmel wird groß sein.
Denn so wurden schon vor euch die Propheten verfolgt.

Vom Salz der Erde und vom Licht der Welt: 5,13-16
5:13 Ihr seid das Salz der Erde.
Wenn das Salz seinen Geschmack verliert, womit kann man es wieder salzig machen?
Es taugt zu nichts mehr; es wird weggeworfen und von den Leuten zertreten.
5:14 Ihr seid das Licht der Welt.
Eine Stadt, die auf einem Berg liegt, kann nicht verborgen bleiben.
5:15 Man zündet auch nicht ein Licht an und stülpt ein Gefäß darüber, sondern man stellt es auf den Leuchter; dann leuchtet es allen im Haus. 5:16 So soll euer Licht vor den Menschen leuchten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.

Vom Gesetz und von den Propheten: 5,17-20 
5:17 Denkt nicht, ich sei gekommen, um das Gesetz und die Propheten aufzuheben.
Ich bin nicht gekommen, um aufzuheben, sondern um zu erfüllen.
5:18 Amen, das sage ich euch: Bis Himmel und Erde vergehen, wird auch nicht der kleinste Buchstabe des Gesetzes vergehen, bevor nicht alles geschehen ist.
5:19 Wer auch nur eines von den kleinsten Geboten aufhebt und die Menschen entsprechend lehrt, der wird im Himmelreich der Kleinste sein.
Wer sie aber hält und halten lehrt, der wird groß sein im Himmelreich. 5:20 Darum sage ich euch: Wenn eure Gerechtigkeit nicht weit größer ist als die der Schriftgelehrten und der Pharisäer, werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen.

Vom Töten und von der Versöhnung: 5,21-26 
5:21 Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt worden ist: Du sollst nicht töten; wer aber jemand tötet, soll dem Gericht verfallen sein.
5:22 Ich aber sage euch: Jeder, der seinem Bruder auch nur zürnt, soll dem Gericht verfallen sein; und wer zu seinem Bruder sagt: Du Dummkopf!, soll dem Spruch des Hohen Rates verfallen sein; wer aber zu ihm sagt: Du (gottloser) Narr!, soll dem Feuer der Hölle verfallen sein. 5:23 Wenn du deine Opfergabe zum Altar bringst und dir dabei einfällt, dass dein Bruder etwas gegen dich hat,
5:24 so lass deine Gabe dort vor dem Altar liegen; geh und versöhne dich zuerst mit deinem Bruder, dann komm und opfere deine Gabe.
5:25 Schließ ohne Zögern Frieden mit deinem Gegner, solange du mit ihm noch auf dem Weg zum Gericht bist.
Sonst wird dich dein Gegner vor den Richter bringen, und der Richter wird dich dem Gerichtsdiener übergeben, und du wirst ins Gefängnis geworfen.
5:26 Amen, das sage ich dir: Du kommst von dort nicht heraus, bis du den letzten Pfennig bezahlt hast.

Vom Ehebruch: 5,27-30 
5:27 Ihr habt gehört, dass gesagt worden ist: Du sollst nicht die Ehe brechen.
5:28 Ich aber sage euch: Wer eine Frau auch nur lüstern ansieht, hat in seinem Herzen schon Ehebruch mit ihr begangen.
5:29 Wenn dich dein rechtes Auge zum Bösen verführt, dann reiß es aus und wirf es weg!
Denn es ist besser für dich, dass eines deiner Glieder verloren geht, als dass dein ganzer Leib in die Hölle geworfen wird.
5:30 Und wenn dich deine rechte Hand zum Bösen verführt, dann hau sie ab und wirf sie weg!
Denn es ist besser für dich, dass eines deiner Glieder verloren geht, als dass dein ganzer Leib in die Hölle kommt.

Von der Ehescheidung: 5,31-32 
5:31 Ferner ist gesagt worden: Wer seine Frau aus der Ehe entlässt, muss ihr eine Scheidungsurkunde geben.
5:32 Ich aber sage euch: Wer seine Frau entlässt, obwohl kein Fall von Unzucht vorliegt, liefert sie dem Ehebruch aus; und wer eine Frau heiratet, die aus der Ehe entlassen worden ist, begeht Ehebruch.

Vom Schwören: 5,33-37 
5: 33 Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt worden ist: Du sollst keinen Meineid schwören, und: Du sollst halten, was du dem Herrn geschworen hast.
5:34 Ich aber sage euch: Schwört überhaupt nicht, weder beim Himmel, denn er ist Gottes Thron,
5:35 noch bei der Erde, denn sie ist der Schemel für seine Füße, noch bei Jerusalem, denn es ist die Stadt des großen Königs.
5:36 Auch bei deinem Haupt sollst du nicht schwören; denn du kannst kein einziges Haar weiß oder schwarz machen.
5:37 Euer Ja sei ein Ja, euer Nein ein Nein; alles andere stammt vom Bösen.

Von der Vergeltung: 5,38-42 
5:38 Ihr habt gehört, dass gesagt worden ist: Auge für Auge und Zahn für Zahn.
5:39 Ich aber sage euch: Leistet dem, der euch etwas Böses antut, keinen Widerstand, sondern wenn dich einer auf die rechte Wange schlägt, dann halt ihm auch die andere hin.
5:40 Und wenn dich einer vor Gericht bringen will, um dir das Hemd wegzunehmen, dann lass ihm auch den Mantel.
5:41 Und wenn dich einer zwingen will, eine Meile mit ihm zu gehen, dann geh zwei mit ihm.
5:42 Wer dich bittet, dem gib, und wer von dir borgen will, den weise nicht ab.

Von der Liebe zu den Feinden: 5,43-48 
5:43 Ihr habt gehört, dass gesagt worden ist: Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen.
5:44 Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen,
5:45 damit ihr Söhne eures Vaters im Himmel werdet; denn er lässt seine Sonne aufgehen über Bösen und Guten, und er lässt regnen über Gerechte und Ungerechte.
5:46 Wenn ihr nämlich nur die liebt, die euch lieben, welchen Lohn könnt ihr dafür erwarten? Tun das nicht auch die Zöllner?
5:47 Und wenn ihr nur eure Brüder grüßt, was tut ihr damit Besonderes? Tun das nicht auch die Heiden?
5:48 Ihr sollt also vollkommen sein, wie es auch euer himmlischer Vater ist.

Vom Almosen: 6,1-4 
6:1 Hütet euch, eure Gerechtigkeit vor den Menschen zur Schau zu stellen; sonst habt ihr keinen Lohn von eurem Vater im Himmel zu erwarten.
6:2 Wenn du Almosen gibst, lass es also nicht vor dir herposaunen, wie es die Heuchler in den Synagogen und auf den Gassen tun, um von den Leuten gelobt zu werden.
Amen, das sage ich euch: Sie haben ihren Lohn bereits erhalten.
6:3 Wenn du Almosen gibst, soll deine linke Hand nicht wissen, was deine rechte tut.
6:4 Dein Almosen soll verborgen bleiben, und dein Vater, der auch das Verborgene sieht, wird es dir vergelten.

Vom Beten – Das Vaterunser: 6,5-15 
6:5 Wenn ihr betet, macht es nicht wie die Heuchler.
Sie stellen sich beim Gebet gern in die Synagogen und an die Straßenecken, damit sie von den Leuten gesehen werden.
Amen, das sage ich euch: Sie haben ihren Lohn bereits erhalten.
6:6 Du aber geh in deine Kammer, wenn du betest, und schließ die Tür zu; dann bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist.
Dein Vater, der auch das Verborgene sieht, wird es dir vergelten.
6:7 Wenn ihr betet, sollt ihr nicht plappern wie die Heiden, die meinen, sie werden nur erhört, wenn sie viele Worte machen.
6:8 Macht es nicht wie sie; denn euer Vater weiß, was ihr braucht, noch ehe ihr ihn bittet.
6:9 So sollt ihr beten: Unser Vater im Himmel, dein Name werde geheiligt,
6:10 dein Reich komme, dein Wille geschehe wie im Himmel, so auf der Erde.
6:11 Gib uns heute das Brot, das wir brauchen.
6:12 Und erlass uns unsere Schulden, wie auch wir sie unseren Schuldnern erlassen haben.
6:13 Und führe uns nicht in Versuchung, sondern rette uns vor dem Bösen.
6:14 Denn wenn ihr den Menschen ihre Verfehlungen vergebt, dann wird euer himmlischer Vater auch euch vergeben.
6:15 Wenn ihr aber den Menschen nicht vergebt, dann wird euch euer Vater eure Verfehlungen auch nicht vergeben.

Vom Fasten: 6,16-18 
6:16 Wenn ihr fastet, macht kein finsteres Gesicht wie die Heuchler.
Sie geben sich ein trübseliges Aussehen, damit die Leute merken, dass sie fasten.
Amen, das sage ich euch: Sie haben ihren Lohn bereits erhalten.
6:17 Du aber salbe dein Haar, wenn du fastest, und wasche dein Gesicht, 6:18 damit die Leute nicht merken, dass du fastest, sondern nur dein Vater, der auch das Verborgene sieht; und dein Vater, der das Verborgene sieht, wird es dir vergelten.

Von der falschen und der rechten Sorge: 6,19-34
6:19 Sammelt euch nicht Schätze hier auf der Erde, wo Motte und Wurm sie zerstören und wo Diebe einbrechen und sie stehlen,
6:20 sondern sammelt euch Schätze im Himmel, wo weder Motte noch Wurm sie zerstören und keine Diebe einbrechen und sie stehlen.
6:21 Denn wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz.
6:22 Das Auge gibt dem Körper Licht. Wenn dein Auge gesund ist, dann wird dein ganzer Körper hell sein.
6:23 Wenn aber dein Auge krank ist, dann wird dein ganzer Körper finster sein.
Wenn nun das Licht in dir Finsternis ist, wie groß muss dann die Finsternis sein!
6:24 Niemand kann zwei Herren dienen; er wird entweder den einen hassen und den andern lieben, oder er wird zu dem einen halten und den andern verachten. Ihr könnt nicht beiden dienen, Gott und dem Mammon.
6:25 Deswegen sage ich euch: Sorgt euch nicht um euer Leben und darum, dass ihr etwas zu essen habt, noch um euren Leib und darum, dass ihr etwas anzuziehen habt.
Ist nicht das Leben wichtiger als die Nahrung und der Leib wichtiger als die Kleidung?
6:26 Seht euch die Vögel des Himmels an: Sie säen nicht, sie ernten nicht und sammeln keine Vorräte in Scheunen; euer himmlischer Vater ernährt sie.
Seid ihr nicht viel mehr wert als sie?
6:27 Wer von euch kann mit all seiner Sorge sein Leben auch nur um eine kleine Zeitspanne verlängern?
6:28 Und was sorgt ihr euch um eure Kleidung? Lernt von den Lilien, die auf dem Feld wachsen: Sie arbeiten nicht und spinnen nicht.
6:29 Doch ich sage euch: Selbst Salomo war in all seiner Pracht nicht gekleidet wie eine von ihnen.
6:30 Wenn aber Gott schon das Gras so prächtig kleidet, das heute auf dem Feld steht und morgen ins Feuer geworfen wird, wie viel mehr dann euch, ihr Kleingläubigen!
6:31 Macht euch also keine Sorgen und fragt nicht: Was sollen wir essen? Was sollen wir trinken? Was sollen wir anziehen?
6:32 Denn um all das geht es den Heiden.
Euer himmlischer Vater weiß, dass ihr das alles braucht.
6:33 Euch aber muss es zuerst um sein Reich und um seine Gerechtigkeit gehen; dann wird euch alles andere dazugegeben.
6:34 Sorgt euch also nicht um morgen; denn der morgige Tag wird für sich selbst sorgen.
Jeder Tag hat genug eigene Plage.

Vom Richten: 7,1-5 
7:1 Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet!
7:2 Denn wie ihr richtet, so werdet ihr gerichtet werden, und nach dem Maß, mit dem ihr messt und zuteilt, wird euch zugeteilt werden.
7:3 Warum siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, aber den Balken in deinem Auge bemerkst du nicht?
7:4 Wie kannst du zu deinem Bruder sagen: Lass mich den Splitter aus deinem Auge herausziehen! – und dabei steckt in deinem Auge ein Balken?
7:5 Du Heuchler! Zieh zuerst den Balken aus deinem Auge, dann kannst du versuchen, den Splitter aus dem Auge deines Bruders herauszuziehen.

Von der Entweihung des Heiligen: 7,6 
7:6 Gebt das Heilige nicht den Hunden, und werft eure Perlen nicht den Schweinen vor, denn sie könnten sie mit ihren Füßen zertreten und sich umwenden und euch zerreißen.

Vom Vertrauen beim Beten: 7,7-11 
7:7 Bittet, dann wird euch gegeben; sucht, dann werdet ihr finden; klopft an, dann wird euch geöffnet.
7:8 Denn wer bittet, der empfängt; wer sucht, der findet; und wer anklopft, dem wird geöffnet.
7:9 Oder ist einer unter euch, der seinem Sohn einen Stein gibt, wenn er um Brot bittet,
7:10 oder eine Schlange, wenn er um einen Fisch bittet?
7:11 Wenn nun schon ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gebt, was gut ist, wie viel mehr wird euer Vater im Himmel denen Gutes geben, die ihn bitten.

Die Goldene Regel: 7,12 
7:12 Alles, was ihr also von anderen erwartet, das tut auch ihnen!
Darin besteht das Gesetz und die Propheten.

7:13 Von den zwei Wegen: 7,13-14 
7:13 Geht durch das enge Tor!
Denn das Tor ist weit, das ins Verderben führt, und der Weg dahin ist breit, und viele gehen auf ihm.
7:14 Aber das Tor, das zum Leben führt, ist eng, und der Weg dahin ist schmal, und nur wenige finden ihn.

Von den falschen Propheten: 7,15-23 
7:15 Hütet euch vor den falschen Propheten; sie kommen zu euch wie (harmlose) Schafe, in Wirklichkeit aber sind sie reißende Wölfe.
7:16 An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen.
Erntet man etwa von Dornen Trauben oder von Disteln Feigen?
7:17 Jeder gute Baum bringt gute Früchte hervor, ein schlechter Baum aber schlechte.
7:18 Ein guter Baum kann keine schlechten Früchte hervorbringen und ein schlechter Baum keine guten.
7:19 Jeder Baum, der keine guten Früchte hervorbringt, wird umgehauen und ins Feuer geworfen.
7:20 An ihren Früchten also werdet ihr sie erkennen.
7:21 Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr! Herr!, wird in das Himmelreich kommen, sondern nur, wer den Willen meines Vaters im Himmel erfüllt. 7:22 Viele werden an jenem Tag zu mir sagen: Herr, Herr, sind wir nicht in deinem Namen als Propheten aufgetreten, und haben wir nicht mit deinem Namen Dämonen ausgetrieben und mit deinem Namen viele Wunder vollbracht?
7:23 Dann werde ich ihnen antworten: Ich kenne euch nicht. Weg von mir, ihr Übertreter des Gesetzes!

Vom Haus auf dem Felsen: 7,24-27 
7:24 Wer diese meine Worte hört und danach handelt, ist wie ein kluger Mann, der sein Haus auf Fels baute.
7:25 Als nun ein Wolkenbruch kam und die Wassermassen heranfluteten, als die Stürme tobten und an dem Haus rüttelten, da stürzte es nicht ein; denn es war auf Fels gebaut.
7:26 Wer aber meine Worte hört und nicht danach handelt, ist wie ein unvernünftiger Mann, der sein Haus auf Sand baute.
7:27 Als nun ein Wolkenbruch kam und die Wassermassen heranfluteten, als die Stürme tobten und an dem Haus rüttelten, da stürzte es ein und wurde völlig zerstört.

Die Wirkung der Bergpredigt: 7,28-29 
7:28 Als Jesus diese Rede beendet hatte, war die Menge sehr betroffen von seiner Lehre;
7:29 denn er lehrte sie wie einer, der (göttliche) Vollmacht hat, und nicht wie ihre Schriftgelehrten.